.deepblack

March 9, 2007

uname -a

Filed under: .Fun — admin @ 11:15 pm

Ich sitz in einem Raume hell
Am Konsolen Terminal
Des Servers, der nicht richtig tut
So tipp’ ich eben su root

Als erstes gilt mein Interesse
Einer Liste der Prozesse.
Nachdem ich ps eingetastet.
Sie auch über’n Bildschirm hastet,

Doch diese will dann gar nicht enden,
So muss ich pipe mit less verwenden.
Schon sehe ich woran es krankt:
In spitzen Klammern steht defunct

Als ich die Zombies mittels kill
Von ihrem Sein sein erlösen will,
Geschieht, was bisher nie passiert:
Der Server mit mir diskutiert.

Ob ich das denn wirklich wolle?
Gibt er aus auf /dev/console
Und um Prozesse einzustellen,
Bedürfe es der UNIX-Quellen.

Schwer erstaunt versuch ich schlau,
Als nächsten einen – shutdown now -
Weil es sich öfter schon bewährt,
Wenn man den Rechner runterfährt.

Doch nun erscheint zu meinem Kummer,
Auf dem Schirm ‘ne Kontonummer.
Dorthin soll ich die Kohle schicken,
Sonst würde ein -reboot- nicht glücken.

Und der Betrag zum Schluss des Streits,
Wäre die Größe des Kernel in Bytes.
Wonach zur Eingabe als prompt
Statt einem Hash ein Dollar kommt.

So tipp’ ich – uname minus a-
Und schon ist mit alles klar.
Denn was zeigt mir mein Tableau?
OpenServer - SCO

Quelle:
http://home.vrweb.de/~udo-hamm/

Der Erlrouter

Filed under: .Fun — admin @ 11:14 pm

Wer routet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Router, er routet geschwind!
Bald routet er hier, bald routet er dort
Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.

Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange
in einer zu niedrig priorisierten Schlange.
Die Schlangen sind voll, der Router im Streß,
da meldet sich vorlaut der Routingprozeß
und ruft: “All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,
nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!”

Es komme gar bald einem jeden zu Gute
eine sorgsam geplante und loopfreie Route.
Des Netzes verschlungene Topologie
entwirr’ ich mit Dijkstras Zeremonie.
Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,
dort steh’n sogar Routen zu Himmel und Hölle.

Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,
mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.
Doch OSPF durchsucht schnell und bequem
mein ganz und gar autonomes System.
Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,
benötigt man Kenntnis der Topologie.

Zu Überraschungs- und Managementzwecken
durchsuch’ ich mit RMON die hintersten Ecken.
Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,
mit SNMP kann ich alles besorgen.

Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,
Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.
Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ich’s vergesse:
“Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!”

“Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang.”

“Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht.”

“Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draußen am LAN-Port, da wartet die MAU!”

“Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.
Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.
Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer.”

“Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke.”
“Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt’ ich doch niemals zur Brücke geroutet!

Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen.”

Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.

“Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?”

“Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?”

“Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.
Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 .”

“Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!”

“Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk’ Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte.”

Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen Hub.
Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.

Die satanischen Verse

Filed under: .Fun — admin @ 11:13 pm

Herr Jesus sitz beim Abendmahl und sagt: Hier wird die Stimmung schal.
Wir gehen jetzt ins Freudenhaus und klopfen uns die Eier aus!
Gesagt, getan. Im Sauseschritt marschieren die zwölf Apostel mit.
Und was sie im Bordell getrieben, hat uns Herr Satan aufgeschrieben:
Matthäus schrie ganz außer sich: Was? Fünfzig Euro für einen Stich?
Ich geh nach Hause! fluchte Thomas, In diesem Puff gibts doch nur Omas!
Charmant frug Petrus alle Miezen: Soll ich Euch duzen oder siezen?
Andreas rief durch das Gewühle: Kann irgend jemand hier auch Mühle?
Das nicht, schrie Simon sehr emphatisch, doch darfst Du gern an unseren Skattisch!
Hier mischt Phillippus schon die Karten. Die Damen müssen derweil warten.

Was die sechs trieben, dürfte klar sein. Schaun wir noch rasch beim Rest der Schar rein:
Bartholomäus saß im Dunkeln, versuchte mit sich selbst zu schunkeln.
Johannes rätselte im Hellen: Wo hab`n die Mädels bloß die Stellen?
Jakobus I wandt sich an Judas: Ich blick da auch nicht durch. Weißt Du das?
Thaddäus sagte: Nur gemach. Wir schlagen in der Bibel nach.
Das tun wir! rief Jakubus II Die Schwarte habe ich dabei!

Gemeinsam trieben sie am Tresen die allerschärfsten Exzesse und suchten in der Bibel Quellen nach den besagten Mädchenstellen.
Sie suchten fromm, sie suchten sündig, und dennoch wurde keiner fündig.
Es wurde drei, es wurde vier, da stand das Christkind vor der Tür.
Es wankte aus dem Separee: O Vater, tut mein Schniepel weh! Weshalb?
Das wollen wir nicht sagen, da müßten Sie Herrn Satan fragen.
Doch lange schallts am Ölberg noch: Dem Heiland seiner lebe hoch!

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